Fossil oder Erneuerbar?

Regionale Unterschiede bei Brennstoffeinsatz!

„Im Jahr 2021 betrug der Anteil biogener Brennstoffe für die Wärmebereitstellung im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich in den 35 Gemeinden der Region Amstetten, 38 %. Damit verzeichnet die Region derzeit eine Stagnation beim Anteil biogener Brennstoffe wie biogene Fernwärme, Hackgut, Scheitholz oder Pellets. Erfreulich ist dagegen der rückläufige Anteil an Erdölheizungen in Privathaushalten. Aber es braucht dennoch enormer Anstrengungen für eine Wärmewende“, fassen GDA Obmann LAbg. Anton Kasser und Obmann-Stv. Bgm. Manuela Zebenholzer, die regionale Situation des Brennstoffeinsatzes zusammen.



Die Aufteilung der eingesetzten Brennstoffe ist sehr inhomogen. Während im städtischen Bereich das Erdgasnetz gut ausgebaut ist, gibt es vereinzelt Landgemeinden die einen Anteil von über 75 % an biogenen Brennstoffen zur Wärmebereitstellung aufweisen, wie die Marktgemeinden Euratsfeld, Neustadtl/D. oder Strengberg. Bei 19 der 35 Gemeinden liegt der biogene Anteil bei über 50 %. Der GDA stellt daher seit Jahren jeder GDA-Verbandsgemeinden einen individuellen „Brennstoffbericht“ als Diskussionsgrundlage für Gemeindegremien, zur Verfügung.



„Der Wärmesektor ist in Österreich für etwa die Hälfte des Endenergieverbrauchs verantwortlich. Daher ist es entscheidend - neben dem Stromsektor - auch die Wärmewende voranzutreiben.“, erläutert LAbg. Anton Kasser. Für den einzelnen Heizungsbesitzer heruntergebrochen bedeutet dies u. a. die Raumtemperaturen bedarfsgerecht zu wählen, für eine laufende Wartung der Heizanlagen zu sorgen und Sanierungsmaßnahme am Gebäude anzudenken. Richtig zu Heizen ist der beste Weg, Heizkosten zu sparen und CO2 Emissionen zu reduzieren.



Die GDA-Obleute Kasser und Zebenholzer verweisen bei der Wärmebereitstellung auch auf die Förderungen „Raus aus Öl und Gas“, welche sich an Ein- bzw. Zweifamilienhausbesitzer wendet, und „Sauber heizen für Alle“. Eine Förderung die sich an einkommensschwache Haushalte richtet.