ES KOMMEN MENSCHEN – ein Projekt in Wort und Bild

„Flucht ist nie freiwillig.“ Dieser Satz steht im Zentrum einer von der UNHCR (vgl.: http://www.unhcr.at/home.html ) gestalteten Serie von Filmen über junge Flüchtlinge in Österreich. Diese unter dem Titel „Gesichter der Flucht“
erschienenen Portraits dienten als Inspiration für eine Idee, die dank des fotografischen Talents der Ernsthofnerin Sabine Stieger in die Tat umgesetztwerden konnte.

Mit ihrer Kamera hat Sabine jene Menschen portraitiert, die seit Jänner – nach einem langen und beschwerlichen Weg durch halb Europa – in Ernsthofen einen Zufluchtsort gefunden haben. Die Bilder erzählen von dem Leben der Menschen, ihrer Flucht, ihren Sorgen, ihrem Leid, aber auch von ihren Träumen und Hoffnungen, die sie in ihre Zukunft in Österreich setzen. Sie zeigen Kinder, die sich darüber freuen endlich wieder draußen spielen zu können, Jugendliche, die sich eine Zukunft in einer friedlichen Umgebung aufbauen wollen und Mütter und Väter, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ihren Kindern eine solche friedvolle Zukunft zu ermöglichen.

Begleitet werden diese Bilder von einigen Texten, die von den Asylwerbern selbst verfasst wurden. Dass manche von ihnen bereits eigene Texte in deutscher Sprache verfassen können, ist nicht zuletzt den vielen ehrenamtlichen Deutschtrainern zu verdanken, die ihnen seit Jänner zweimal pro Woche Deutschunterricht geben und ihnen helfen, sich in der neuen Umgebung einzuleben und die österreichische Kultur kennen zu lernen.

Für uns ist es nur schwer vorstellbar, in welcher Situation sich Menschen auf und nach einer Flucht befinden. Daher möchte ich am Ende dieses Textes eine Passage aus einer Rede zitieren, die Nermina Ticevic, eine 16jährige Schülerin des Stiftsgymnasiums Seitenstetten auf Basis der Tagebücher ihrer Mutter, die selbst in den 1990er Jahren nach Österreich flüchtete, verfasst hat:

„Stellt euch vor, ihr würdet immerzu
beobachtet werden. Immerzu analysiert und zum umstrittenen Gesprächsthema werden. In alles, was ihr tut und sagt, wird zu viel hineininterpretiert. Stellt euch vor, in einer neuen Schule, in einem neuen Land, niemanden zu kennen. Alles, was ihr anblickt ist fremd und beängstigend. Stellt euch vor, niemanden zu verstehen, nicht einmal die Schrift ergibt für euch einen Sinn.
Alles ist anders, neu und einschüchternd. Und doch seht ihr in diesem wuchernden Wald aus Veränderung, Angst und Fremdheit einen Hoffnungsschimmer. Einen Hoffnungsschimmer mit dem ihr glaubt, die Furcht und das Fremde überwinden zu können. Ihr müsst alles überwinden, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, denn ein Zurück in Krieg, Verlust, ständiges Bangen um das Überleben und Trauer findet ihr unmöglich. Nur zu gerne würdet ihr wieder vor eurem Haus in eurer Heimat im Garten liegen. Nur zu gerne würdet ihr wieder mit eurem besten Freund auf der Straße, die eure Häuser voneinander trennt, Fahrrad fahren. Doch euer Haus wurde in Schutt und Asche gelegt, euer Fahrrad liegt unter den Trümmern und euer Freund ist tot. Aber ihr seid jetzt hier. Ihr wollt weiterleben, vergessen, was war. Es ist euer Recht, das zu machen. Es ist euer Recht, trotz allem glücklich zu werden.“
(Nermina Ticevic: Rassismus
endet mit uns. Rede zum österreichischen Bundesredewettbewerb 2016)

Manuela
Weiss


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Allgemein 
Gerhard Gassner 0664/5237367 oder Piesenberger Johann 0664/73674412

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- Kasten (ca. 1 m breit und ca. 1,70/1,80 m hoch)
-
Teppich (Bettvorleger)
- Nähmaschine
- Nähzuhör (Schere, Maßband, Nähseide, usw.)

Wir  möchten uns für die vielen Kleidersammlungen ganz herzlich
bedanken - derzeit ist jedoch KEIN Bedarf mehr gegeben!